Sonntag, Januar 25, 2026

Pfändungsschutzkonto P-Konto – wie Sie Ihr Einkommen 2026 wirksam schützen

Die Pfändungsschutzkontobescheinigung entscheidet darüber, ob über den Grundfreibetrag hinaus weitere Beträge auf dem P-Konto geschützt sind. Dieser Artikel erklärt ausführlich, welche Angaben in der Bescheinigung enthalten sein müssen, welche Einkommen und Leistungen 2026 geschützt werden können, wie Unterhaltspflichten und Sozialleistungen berücksichtigt werden und welche typischen Fehler Betroffene vermeiden sollten, um finanzielle Engpässe trotz Kontopfändung zu verhindern.

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Warum das Pfändungsschutzkonto für viele existenziell ist

Eine Kontopfändung trifft Betroffene oft unvorbereitet. Miete, Strom, Lebensmittel oder Versicherungen lassen sich plötzlich nicht mehr bezahlen, obwohl weiterhin Einkommen eingeht. Genau hier setzt das Pfändungsschutzkonto, kurz P-Konto, an. Es soll sicherstellen, dass trotz Pfändung ein gesetzlich geschützter Betrag für den Lebensunterhalt verfügbar bleibt.

Gerade 2026 ist das Thema besonders relevant. Viele Pfändungen laufen automatisiert an, und Banken sperren Beträge häufig zunächst vorsorglich. Wer dann nicht zügig reagiert, verliert Zeit und im schlimmsten Fall Handlungsfähigkeit im Alltag. Ein korrekt eingerichtetes P-Konto ist deshalb keine Formalität, sondern praktisch der Unterschied zwischen Zahlungsfähigkeit und kompletter Blockade.

Was ein Pfändungsschutzkonto genau ist

Ein Pfändungsschutzkonto ist kein eigenes Kontomodell, sondern ein normales Girokonto mit gesetzlichem Schutzmechanismus. Jeder Kontoinhaber hat einen Anspruch darauf, sein bestehendes Girokonto als P-Konto führen zu lassen. Die Bank darf die Umwandlung nicht verweigern. Ab dem Zeitpunkt der Umstellung ist ein monatlicher Grundfreibetrag automatisch vor Pfändungen geschützt und bleibt verfügbar.

Wie der Pfändungsfreibetrag 2026 wirkt

Der geschützte Betrag setzt sich aus einem Grundfreibetrag zusammen und kann sich erhöhen. Relevant sind insbesondere Unterhaltspflichten sowie bestimmte Leistungen, die in der Praxis häufig auf dem Konto eingehen. Wichtig ist, dass viele Erhöhungen nicht von selbst „mitlaufen“. In zahlreichen Fällen muss der Kontoinhaber aktiv eine Bescheinigung vorlegen oder eine Freigabe veranlassen, damit der Schutz auch tatsächlich in der richtigen Höhe umgesetzt wird.

Welche Einnahmen auf dem P-Konto besondere Aufmerksamkeit verlangen

In der Praxis entstehen Konflikte häufig dort, wo Sonderzahlungen eingehen oder Leistungen auf das Konto gebucht werden, die eigentlich besonderen Schutz genießen. Das betrifft typischerweise familienbezogene Leistungen, Unterstützungsleistungen oder einmalige Beträge. Banken sperren solche Beträge nicht selten zunächst, bis eine Einordnung erfolgt. Wer dann zu spät reagiert, riskiert, dass Geld trotz Schutzgedanke faktisch nicht rechtzeitig verfügbar ist. Hier kommt es auf Tempo, Nachweise und saubere Kommunikation mit Bank und Stelle, die die Bescheinigung ausstellt, an.

Umwandlung in ein P-Konto – der praktisch sichere Weg

Die Umwandlung erfolgt durch Antrag bei der kontoführenden Bank. Eine neue Kontoeröffnung ist nicht erforderlich. Gebühren für die Umwandlung selbst dürfen nicht verlangt werden, Kontoführungsgebühren können aber weiterhin anfallen. Entscheidend ist, dass jede Person nur ein P-Konto führen darf. Wer mehrere Konten parallel schützen will, muss strategisch vorgehen, sonst drohen Sperren oder Rückfragen.

Rechtlicher Hinweis zur Einordnung

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Die konkrete Anwendung der Pfändungsschutzvorschriften hängt vom Einzelfall ab. Freibeträge, Schutzmechanismen und Verfahrensabläufe können sich je nach persönlicher Situation unterscheiden. Bei Unsicherheiten sollte fachkundiger Rat eingeholt werden.

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FAQ – Die 7 wichtigsten Fragen zum Pfändungsschutzkonto

Was ist der größte Vorteil eines P-Kontos bei einer Kontopfändung
Ein P-Konto sorgt dafür, dass ein gesetzlich geschützter Betrag trotz Pfändung verfügbar bleibt. Ohne P-Konto kann das Kreditinstitut im Pfändungsfall das Konto in der Praxis vollständig blockieren, sodass selbst laufende Miete oder Stromabschläge nicht mehr bedient werden können. Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass das P-Konto eine Mindestliquidität absichert und damit den Alltag handhabbar hält. Wichtig ist jedoch, dass der Schutz nur so gut ist wie die korrekte Einrichtung. Wer Erhöhungen nicht nachweist oder Fristen versäumt, erlebt trotz P-Konto unnötige Sperren. Deshalb ist das P-Konto ein Schutzinstrument, das aktiv gemanagt werden muss.

Wie schnell muss die Bank mein Girokonto in ein P-Konto umwandeln
Die Umwandlung ist ein Anspruch des Kontoinhabers und darf nicht auf unbestimmte Zeit verzögert werden. In der Praxis sollte die Bank kurzfristig umstellen, weil ansonsten bei drohender oder bereits laufender Pfändung erhebliche Nachteile entstehen. Wenn die Pfändung schon zugestellt ist, zählt jeder Tag, weil Zahlungen im Alltag sofort betroffen sind. Betroffene sollten den Antrag nachweisbar stellen und sich nicht auf mündliche Zusagen verlassen. Kommt die Bank nicht in die Umsetzung, ist es sinnvoll, eine schriftliche Frist zu setzen und gleichzeitig die interne Beschwerdestelle der Bank einzubeziehen.

Kann der Freibetrag 2026 erhöht werden und wie funktioniert das praktisch
Ja, der Freibetrag kann sich erhöhen, insbesondere bei Unterhaltspflichten oder bestimmten Konstellationen in der Bedarfsgemeinschaft. Praktisch geschieht das häufig über eine Bescheinigung, die der Bank vorgelegt wird. Der entscheidende Punkt ist, dass diese Erhöhung nicht immer automatisch greift. Banken setzen häufig nur den Grundfreibetrag um, solange keine belastbaren Nachweise vorliegen. Wer Unterhalt zahlt oder entsprechende Verpflichtungen hat, sollte deshalb frühzeitig klären, welche Stelle eine Bescheinigung ausstellen kann und welche Nachweise erforderlich sind. Die Erfahrung zeigt, dass der Schutz oft nicht am Gesetz scheitert, sondern an fehlenden Unterlagen.

Welche Zahlungseingänge verursachen auf dem P-Konto besonders oft Probleme
Probleme entstehen regelmäßig bei Sonderzahlungen, einmaligen Leistungen oder Konstellationen, in denen mehrere Einnahmenarten zusammenkommen. Banken sperren solche Beträge nicht selten vorsorglich, bis die Zuordnung geklärt ist. Betroffene erleben dann den Widerspruch, dass eigentlich geschützte Gelder faktisch nicht verfügbar sind. In solchen Fällen ist wichtig, schnell zu handeln, die Zahlungen sauber zu dokumentieren und der Bank die erforderlichen Nachweise vorzulegen. Wer wartet, riskiert, dass ein Monat „verloren“ geht und der Betrag nicht rechtzeitig freigegeben wird. Gerade bei existenziellen Zahlungen kann das unmittelbare Folgeschäden auslösen.

Was passiert, wenn ich mehr als den Freibetrag auf dem Konto habe
Beträge oberhalb des geschützten Freibetrags können grundsätzlich vom Pfändungsgläubiger abgeschöpft werden. In der Praxis bedeutet das, dass Überschüsse entweder blockiert oder an den Gläubiger abgeführt werden können. Entscheidend ist auch, wie die Bank den Monatswechsel behandelt und ob Restbeträge übertragen werden dürfen. Wer absehbar über dem Freibetrag liegt, sollte frühzeitig prüfen, ob eine Erhöhung möglich ist oder ob besondere Schutzmechanismen greifen. Andernfalls kann es passieren, dass Geld, das eigentlich für laufende Verpflichtungen gedacht war, nicht mehr verfügbar ist.

Kann die Bank mein Konto kündigen, nur weil es ein P-Konto ist
Das P-Konto ist gesetzlich vorgesehen und darf nicht als „Makel“ behandelt werden. In der Praxis versuchen Banken Kündigungen manchmal mit allgemeinen Geschäftsbeziehungen zu begründen, etwa bei dauerhafter Überziehung oder Streit über Buchungen. Allein die Umwandlung in ein P-Konto sollte kein Kündigungsgrund sein. Trotzdem gilt: Wer dauerhaft ein problematisches Kontoverhalten aufweist, kann in Konflikt mit bankinternen Regeln geraten. Betroffene sollten deshalb möglichst vermeiden, dass das Konto dauerhaft ins Minus läuft und sollten Buchungen sauber dokumentieren. Wenn eine Kündigung droht, ist schnelles Handeln wichtig, weil ein Kontowechsel unter Pfändungsdruck äußerst schwierig sein kann.

Reicht ein P-Konto aus, um Schuldenprobleme zu lösen
Nein. Das P-Konto schützt Liquidität, es löst nicht die Ursache der Verschuldung. Forderungen bleiben bestehen, neue Pfändungen sind möglich und Gläubigermaßnahmen können weiterlaufen. Wer nur das P-Konto einrichtet, ohne parallel an einer Gesamtlösung zu arbeiten, verschiebt das Problem. Sinnvoll ist, das P-Konto als Stabilisierung zu nutzen und gleichzeitig eine Strategie aufzubauen, etwa durch Ratenvereinbarungen, Vergleichsverhandlungen oder – je nach Lage – eine strukturierte Entschuldung. Das P-Konto ist damit ein wichtiges Werkzeug, aber nicht das Endziel.

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P-Konto-Freibetrag berechnen
Konfigurator zur Pfändungsschutzkontobescheinigung · Rechtsstand 2026 · Deutschland
Dieses Tool hilft dabei, den voraussichtlichen pfändungsfreien Betrag auf einem P-Konto zu ermitteln, der sich aus dem Grundfreibetrag und typischen Erhöhungsgründen ergibt. Grundlage sind die Pfändungsfreigrenzen, die seit 01.07.2025 gelten und bis 30.06.2026 fortgelten (Rechtsstand 2026). Änderungen ab 01.07.2026 werden nach Veröffentlichung der neuen Bekanntmachung erfahrungsgemäß relevant.
Eingaben
Hinweis: Für 01.07.2026 ff. liegen die amtlichen Beträge erst nach Veröffentlichung der Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung vor.
Die Erhöhungsbeträge gelten typischerweise für Personen, denen aufgrund Gesetzes Unterhalt zu gewähren ist. In der Praxis ist entscheidend, ob eine Unterhaltspflicht besteht und im Zweifel nachweisbar ist.
Kindergeld wird in der Bescheinigung häufig als zusätzlich geschützter Betrag ausgewiesen, wenn es tatsächlich auf dem P-Konto eingeht.
Hier können Sie Beträge eintragen, die nachweislich zusätzlich geschützt sind (z. B. bestimmte zweckgebundene Leistungen). In vielen Fällen ist hierfür ein Bescheid oder eine gerichtliche Freigabe erforderlich.
Einmalige Gutschriften können in der Praxis besondere Freigabe- oder Übertragungsfragen auslösen. Das Tool addiert den Betrag lediglich als Orientierung.
Ergebnis
Voraussichtlich geschützter Betrag pro Kalendermonat
Bitte Eingaben vornehmen und berechnen.
Wichtig: Banken setzen Erhöhungen regelmäßig erst um, wenn eine geeignete Bescheinigung/Bescheid vorliegt und eindeutig dem P-Konto zugeordnet ist. Dieses Tool liefert eine Rechenorientierung, ersetzt aber keine Einzelfallprüfung.
Was typischerweise in die Bescheinigung gehört
In der Bescheinigung werden üblicherweise Name, Vorname, Geburtsdatum und Anschrift des Kontoinhabers sowie die Bankverbindung (IBAN/Kontonummer) benannt, damit die Bank den Freibetrag eindeutig zuordnen kann. Außerdem enthält sie Angaben zum Aussteller mit Kontaktmöglichkeit für Rückfragen.
Typische Erhöhungsgründe sind gesetzliche Unterhaltspflichten und Kindergeldzuflüsse. Daneben können weitere unpfändbare bzw. privilegierte Geldleistungen relevant sein, soweit sie nach den einschlägigen Regeln als zusätzlich geschützt anerkannt werden und die Bank hierfür einen verwertbaren Nachweis erhält. In besonderen Konstellationen kann zusätzlich eine gerichtliche Freigabe erforderlich sein.
Je nach Konstellation werden in der Praxis häufig Unterlagen wie Unterhaltsnachweise, Kindergeldnachweise (Zufluss auf das Konto), Leistungsbescheide oder spezifische Bestätigungen der zuständigen Stelle verlangt. Welche Nachweise im Einzelfall ausreichen, hängt von der Art der Zahlung und der bankinternen Prüfung ab.
Rückrufbitte
Sie können hier eine Rückrufbitte erzeugen. Tragen Sie die Daten ein und klicken Sie auf „Rückruf anfordern“ (öffnet eine E-Mail). E-Mail-Adresse können Sie unten anpassen.
Rechtlicher Hinweis: Dieses Tool dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Es ersetzt keine individuelle Prüfung des Einzelfalls. Die Berechnung liefert eine Orientierung auf Basis typischer Erhöhungsgründe im Zusammenhang mit einer Pfändungsschutzkontobescheinigung. Ob und in welcher Höhe Beträge im konkreten Fall geschützt sind, hängt von den tatsächlichen Voraussetzungen, Nachweisen und ggf. gerichtlichen Entscheidungen ab.
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Hinweis: Dieses Element dient der allgemeinen Kontaktaufnahme. Es stellt keine Rechtsberatung dar und ersetzt keine anwaltliche Beratung im Einzelfall.

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